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Der Lehrstuhl verfolgt mehrere Richtungen biogeografischer Forschung:

 

  • ECOPOTENTIAL steht für
     „improving future ecosystem benefits through earth observations“

    Es ist ein neues Forschungsprojekt, das von der Europäischen Union im Rahmen des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation gefördert wird. Es zielt auf die Entwicklung und Anwendung von Fernerkundungsansätzen in Schutzgebieten von internationaler Bedeutung ab. ECOPOTENTIAL vereint 47 Forschungsinstitute, Universitäten und Unternehmen aus 18 Ländern und wird von Dr. Antonello Provenzale, CNR-Italien, und von Prof. Carl Beierkuhnlein, Universität Bayreuth, geleitet.
  • In der Biodiversitätsforschung wird die Bedeutung biotischer und funktioneller Vielfalt für das Funktionieren von Ökosystemen sowie die räumliche Organisation von Pflanzenarten und Pflanzengemeinschaften in Ökosystemen untersucht.
  • Unsere Forschungsarbeiten zur Inselbiogeographie fokussieren insbesondere auf endemische Arten sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf verinselte Systeme. Es finden großskalige Muster und ihre theoretischen Implikationen ebenso Beachtung wie Variabilität zwischen und innerhalb verinselter Populationen (u.a. durch genetische und morphologische Populationsanalysen). Ein Regionaler Schwerpunkt liegt auf den Makaronesischen Inseln. Hier findet auch eine enge Verzahnung mit der Lehre statt.
  • Die aktuellen Forschungsarbeiten im Bereich Klimawandel und Gesundheit befassen sich mit der Ermittlung sich verschiebender räumlicher und zeitlicher Verbreitungsmuster von Krankheitsüberträgern (Vektoren) und der von ihnen übertragenen Infektionskrankheiten unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen wie Klimawandel. Unterstützt werden die Modellierungen durch experimentelle Ansätze wie z.B. die Bestimmung der Überlebensrate von Mückeneiern nach verschiedenen Kältebehandlungen.

    In Zusammenarbeit mit der Nationalen Forschungsplattform für Zoonosen wollen wir anhand des Beispiels Stechmücke/Virus/Mensch mithilfe eines interdisziplinären geostatistischen Ansatzes ein praxisorientiertes Modellierungsprodukt bereitgestellen (Zoonose RISKTOOL). Im europäischen Projekt "Climate modelling for Chikungunya" vom "European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)" wird die aktuelle und zukünftige klimatische klimatische Eignung Europas für mögliche Ausbrüche des Chikungunya Fiebers untersucht.

  • Im Bereich Naturschutz werden lokale anwendungsbezogene naturschutzfachliche Fragestellungen verfolgt. Beispiele sind die Entwicklung von Leitlinien zur umweltverträglichen Sanierung des Natursteinmauerwerks historischer Bauwerke (z.B. Burg Rabeneck) oder die Auswirkungen von Felsfreistellungen in der Nördlichen Frankenalb auf die Vegetation. Auch die Konzeption von Dauerbeobachtungsflächen in der Folge von Kompensationsmaßnahmen ist ein Thema. 
  • Einzigartig ist das ökologische Experiment EVENT, welches zusammen mit der Störungsökologie etabliert wurde, in welchem die Auswirkungen von zukünftig vermehrt auftretenden extremen Wetterereignissen auf die Vegetation experimentell untersucht werden.

Letzte Änderung 10.11.2016