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Aktuelle Forschungsprojekte am Lehrstuhl für Biogeografie sind:

 

AD FONTES VI.

Ein bayerisches Forschungsprojekt im Rahmen des Aquaklif Konsortiums, welches sich mit den Folgen des Klimawandels für den Wasserhaushalt von Waldeinzugsgebieten befasst. Der Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Waldquellen, ihrer Vegetation und ihrem Wasserchemismus.

Gefördert durch: Freistaat Bayern

 

ARBOKOM

Gesetzliche Grundlagen, Zuständigkeiten und Entscheidungshilfen für die Prävention und Kontrolle von Aedes albopictus und Arbovirus-Infektionen auf kommunaler Ebene“

Projektleitung: Dr. Christiane Wagner-Wiening (LGA Stuttgart)
externe Expertin: Dr. Stephanie Thomas

Seit 2014 wird das Auftreten von lokalen Aedes albopictus-Populationen in Baden-Württemberg beobachtet. Projekte zur Modellierung von klimatisch geeigneten Gebieten für die Ansiedlung von Aedes albopictus (Gunsträumen) in Baden-Württemberg und Deutschland zeigen, dass in den nächsten Jahren mit einer weiteren regionalen Ausbreitung der vektorkompetenten Stechmücke zu rechnen ist. Aufgrund des Auftretens virämischer importierter Arbovirosen durch Reiserückkehrer aus tropischen und subtropischen Endemiegebieten besteht ein Risiko für das Auftreten autochthoner Fälle in Gebieten mit etablierten Aedes albopictus-Populationen und klimatischen Gunsträumen. Dies stellt den Öffentlichen Gesundheitsdienst vor neue Herausforderungen. Hierzu zählen verteilte bzw. unklare Zuständigkeiten bezüglich der Kontrollmaßnahmen, unterschiedliche Interpretationen der bestehenden rechtlichen Grundlagen, unklare Kommunikations-Strukturen und fehlende standardisierte Empfehlungen für die Kontrolle und Überwachung von vektorkompetenten Stechmücken.
Hauptziel des Projektes ist der Aufbau eines Stakeholder-Netzwerkes das Überwachungs- und Interventions-Strukturen für vektorkompetente Stechmücken und mögliche autochthone Arbovirus-Infektionen auf kommunaler Ebene festlegt.

Gefördert: BMBF Vernetzungsprojekte mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD)

 

BAYVIRMOS

Das Projekt „Stechmückenübertragene arbovirale Krankheiten in Bayern (BayVirMos)“ wird im Rahmen des Verbundprojekts Klimawandel und Gesungheit in Bayern finanziert. Es befasst sich mit der Entwicklung eines Frühwarnsystems für gesundheitliche Risiken, welche durch klimatische Veränderungen im Hinblick auf die Übertragung von Viren durch invasive und heimische Stechmückenarten entstehen.

Gefördert durch: Freistaat Bayern

 

ECOPOTENTIAL.

Ein europäisches Projekt des Horizon 2020 Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, welches sich mit dem Einsatz der Fernerkundung zum Monitoring wichtiger europäischer Schutzgebiete befasst. ECOPOTENTIAL vereint 47 Forschungsinstitute, Universitäten und Unternehmen aus 18 Ländern und wird von Dr. Antonello Provenzale, CNR-Italien, und von Prof. Carl Beierkuhnlein, Universität Bayreuth, geleitet.

Gefördert durch: Europäische Union

 

E-SHAPE

Ein europäisches Projekt des Horizon 2020 Programms, welches sich mit großen Geodaten und deren Nutzung und Analyse befasst. Der Lehrstuhl Biogeographie befasst sich in diesem Rahmen mit europäischen Daten zur Biodiversität, Ökosystemen und Schutzgebieten.

Gefördert durch: Europäische Union

 

GEO-ECO

Dies ist eine Initiative im Rahmen von GEOSS. Der Lehrstuhl Biogeographie leitet die Arbeitsgruppe zum Abgleich der verschiedenen Ansätze zu globalen Biomen.

Gefördert durch: Nationalstaaten

 

KAILASH

Im Vorhaben „Underappreciated Kailash Scared Landscape Nepal” geht es um die Nutzung und Nutzbarkeit von Pflanzen in einer Hochgebirgslandschaft von herausragender kultureller und religiöser Bedeutung. Das Team besteht aus Ripu Kunwar (Florida Atlantic University, USA), Yagya Adhikari (Biogeography, UBT, Germany) und Mina Lamichhane (Tribhuvan University Kathmandu, Nepal).

Gefördert durch: National Geodetic Survey (USA)

 

RISKTOOL

Ziel des Querschnitt-Projektes ist es, das räumliche, zeitliche und ökonomische Risiko für vektorübertragene Zoonosen in Deutschland bzw. Europa zu erarbeiten.
Mithilfe räumlich und zeitlich hochaufgelöster Vorkommens-, Klima- und Fernerkundungsdaten werden ökologische Eignung und Auftretenswahrscheinlichkeiten von Vektoren und Pathogenen modelliert - unter Einbeziehung der Verbreitung von Wirtsorganismen und möglichen Eintragsorten von Vektoren oder Pathogenen (Gefährdungskarten). Außerdem werden die Gebiete ausgewiesen, für die aufgrund bestimmter Vulnerabilitäts-Indikatoren (z.B. Bevölkerungsdichte, Tierbesatz) eine hohe Verwundbarkeit erwartet wird (Verwundbarkeits-Analyse). Die Kombination der Gefährdungskarten und der Verwundbarkeits-Analyse zeigt die Hochrisikogebiete auf, in denen eine hohe Gefährdung auf ein hohes Maß an Vulnerabilität trifft. Neben der räumlichen Analyse des Risikos erfolgt eine zeitliche Analyse, die die geeigneten Zeitfenster einer Übertragung aufzeigt. Die ökonomischen Auswirkungen, die mit einem Ausbruch verbundenen sein können, werden ebenfalls modelliert.

Gefördert durch: Nationale Forschungsplattform für Zoonosen, BMBF

 

SCHNITTMUSTER

In diesem an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf geleiteten Projekt geht es um den Einfluss der Bewirtschaftung auf die pflanzliche Vielfalt des bayerischen Grünlandes. Mähwiesen sind besonders artenreiche Lebensräume und durch Nutzungsintensivierung, -aufgabe, Umbruch und Überdüngung gefährdet. Wirksamkeit von Naturschutzmaßnahmen werden untersucht und Konsequenzen für die Nutzung abgeleitet.

Gefördert durch Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Link: https://forschung.hswt.de/forschungsprojekt/1159-schnittmuster

 

SPECIES-SPECIFIC BIOMASS

Am Lindenhof läuft seit 1996 ein Langzeitversuch, der die Entwicklung von 64 Flächen des ehemaligen BIODEPTH Experiments verfolgt. Dabei wird die Nutzung einer traditionellen zweischürigen Mähwiese simuliert, und die individuelle Biomasse aller einzelnen Arten auf allen Plots kontinuierlich gemessen um die Reaktion der Vegetation auf klimatische Fluktuationen zu ermitteln.

Gefördert durch: Landesbund für Vogelschutz (NABU), Bereitstellung der Fläche

 

TREASURE ISLANDS

In verschiedenen einzelnen Projekten zur Inselbiogeographie befassen wir uns mit Feldforschung, Modellierung und Datenanalyse zu Inselarten und –ökosystemen.

Das UNESCO Weltnaturerbe Galapagos ist ein Hotspot endemischer Tier- und Pflanzenarten. Während der letzten Jahrzehnte haben sich jedoch zahlreiche nicht-heimische Spezies im Archipel etabliert, was die Tier- und Pflanzengesellschaften des Inselökosystems stark verändert hat. Aus diesem Grund erforschen wir die Auswirkungen von Neophyten auf das Ökosystem und die resultierenden Konsequenzen für endemische Pflanzen. Darüber hinaus sind wir an biogeografischen Verbreitungsmustern invasiver Spezies auf den Galapagosinseln interessiert.

Gefördert durch: Greenpeace, Manfred-Hermsen- und Gertrud- und Hellmut Barthel Stiftung

last modified 2019-04-23