Sprungmarken

 

Diplomarbeit

Interannuelle Variabilität der Vegetation von Waldquellen

Jutta Kapfer (06/2007-11/2007)

Betreuer: Carl Beierkuhnlein, Volker Audorff

Im Hinblick auf den Globalen Klimawandel, mit dem in Zentraleuropa ein Anstieg der mittleren Temperatur sowie eine Häufung kurzfristiger Ereignisse (z.B. Starkregen oder Trockenheit) zu erwarten sind, treten verstärkt Fragestellungen bezüglich potenzieller Effekte kurzzeitlicher bzw. kurzfristiger Variabilität der Umweltbedingungen auf die Vegetation auf. In der vorliegenden Untersuchung werden Reaktionen der Vegetation von Waldquellen (einzelne Arten, Artengruppen, funktionelle Gruppen) auf kurzfristige Änderungen der hydrologischen Umweltbedingungen im Untersuchungszeitraum 2003 bis 2006 analysiert. Dabei liegt der Fokus auf dem Vergleich der Reaktion von Moosen und Gefäßpflanzen. Ein nicht geringfügiger Einfluss funktioneller Pflanzenmerkmale auf die Reaktionsstärke und -geschwindigkeit wird erwartet.


In 27 Quellen des Frankenwaldes sowie in 30 Quellen des Fichtelgebirges (NOBayern) wurden pro Jahr je eine Vegetationsaufnahme (Linientransekt) sowie hydrologische Beprobungen des Quellwassers (Schüttungsmenge, Wassertemperatur, H, Säure-Neutralisations-Kapazität, elektrische Leitfähigkeit) durchgeführt. Unter Zuhilfenahme der Datenbank BiolFlor (Klotz et al. 2002) wurden den einzelnen Arten untersuchungsrelevante funktionelle Pflanzenmerkmale zugeordnet. Ausgewählte Arten wurden auf ihr Verhalten im gesamten Untersuchungszeitraum untersucht, wozu die drei Kategorien „indifferente Arten“, „Trendarten“ und „sprunghafte Arten“ definiert wurden. Interannuelle Änderungen der Artdaten wurden mittels einer Ähnlichkeitsanalyse untersucht (Bray-Curtis-Unähnlichkeit). Univariate (Korrelationsanalyse) und multivariate Methoden (CCA, NMDS, Clusteranalyse) wurden angewendet, um Reaktionen der Quellvegetation (einzelne Arten, Artengruppen, funktionelle Gruppen) auf kurzfristige Änderungen der Umweltbedingungen festzustellen.

Letzte Änderung 10.03.2010