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Weigelt, A*; Steinlein, T; Beyschlag, W: Konkurrenzintensität: Biomasseeffekt oder artspezifisch?
Talk, Gesellschaft für Ökologie (GFÖ), Kiel: 2000-09-11 - 2000-09-15

Abstract:
Bislang werden 3 kontroverse Modelle für die Veränderung von Konkurrenzintensitäten mit zunehmender Produktivität diskutiert, die von zunehmender (Grime 1973, Twolan-Stutt 1996) gleichbleibender (Tilman 1988) und abnehmender (Goldberg 1999) Konkurrenzintensität ausgehen. Grace und Tilman (1990) weisen darauf hin, daß es v.a. von der Bezugsgröße abhängt, welche der obigen Aussagen zutreffen. So werden bei einem Teil der publizierten Arbeiten die Ergebnisse auf den „Gesamtkonkurrenzeffekt“ umgebender Pflanzen bezogen, während andere Studien Konkurrenzeffekte pro „unit neighbor biomass“ berechnen. Das erklärt auch, warum die bisherigen experimentellen Arbeiten zu diesem Thema zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen. Ein Teil der vorliegenden Studien betont eher den Einfluß individueller Artenkombinationen als Maß der Konkurrenzintensität, während andere Arbeitsgruppen die Biomasse der benachbarten Pflanzen als wichtige, wenn auch nicht einzige Größe, in den Vordergrund stellen. Daraus ergibt sich die Frage, wie wichtig der Faktor Biomasse für die Konkurrenz zwischen Pflanzen ist, d.h. ob Konkurrenz vorwiegend asymmetrisch ist. In diesem Zusammenhang werden Ergebnisse aus einem kontrollierten Freilandexperiment mit dominanten Arten früher Sukzessionsstadien auf Sandstandorten (Corynephorus canescens (L.) P.B., Carex arenaria (L.) und Hieracium pilosella (L.)) vorgestellt. Die Pflanzen wuchsen für die Dauer einer Vegetationsperiode auf einem artifiziellen „Sandbeet“ in einem zweifaktoriellen Design unter variablem Wasser- und Stickstoffangebot (randomized block). Darüber hinaus werden Daten aus einem Topfexperiment mit H. pilosella und C. canescens diskutiert, dessen Schwerpunkt die Frage nach dem Einfluß unterschiedlicher Altersstadien auf die Konkurrenz der beiden Arten war.

last modified 2004-10-20