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Peintinger, P; Beierkuhnlein, C: Vegetation der Waldquellfluren im Thüringer Wald, Bayreuther Forum Ökologie, 71, 185-196 (1999)
Abstract:

Im Frühjahr 1997 wurden im Mittleren Thüringer Wald 48 Quellen aus Waldeinzugsgebieten nach bestimmten Kriterien, wie Fehlen von anthropogenen Störungen (Wege, Trinkwasserbehälter etc.), vegetationsstrukturelle Ausprägung der Quellfluren, Hangneigung, Erreichbarkeit, ausgewählt. Diese gleichmäßig über das Untersuchungsgebiet verteilten Flächen sollten die räumliche und zeitliche Variabilität der jeweiligen Einzugsgebiete widergeben. Neben den hydrologischen Beprobungen, die im Mai und im September stattfanden, wurde die Quellflurvegetation im Juli und August 1997 nach der Methode von BRAUN-BLANQUET (1926, 1964) pflanzensoziologisch erfasst. Zusätzlich wurden standörtliche Daten erhoben.

Die mit Hilfe der pH-Werte festgestellte Versauerungssituation kann durch die Vegetation der Quellfluren größtenteils bestätigt werden. Durch die pflanzensoziologische Tabellenarbeit wurde die Vegetation in das bestehende Klassifikationssystem eingeordnet, wobei alle Aufnahmen in die Klasse Montio-Cardaminetea zur Assoziation Chrysosplenietum oppositifolii gestellt wurden. Diese Assoziation ist charakteristisch für nicht versauerte Weichwasserquellfluren. Bei dieser Auswertungsmethode für den untersuchten Datensatz kann der Lichthaushalt als die Artenzusammensetzung steuernde Umweltvariable erkannt werden, während der pH-Wert nur untergeordnet eine Rolle spielt.


last modified 2010-10-25